Luftreiniger gegen (Zigaretten-)Rauch

Luftreiniger vernichten Rauch

Kalter Zigarren- oder Zigarettenqualm ist nicht nur unangenehm, sondern auch schädlich, da durch den Rauch zahlreiche Schadstoffe verbreitet werden. Zudem setzt sich Nikotin auf Wänden und Möbeln ab und verursacht bei mangelnder Lüftung nur schwer zu entfernende Gerüche, in schweren Fällen sogar Verfärbungen. Wer dem Passivrauchen ein Ende bereiten möchte, kann Luftreiniger nutzen. Sie sind vor allem in den kühleren Jahreszeiten, wenn man das Fenster nicht ständig auflassen möchte, ideal, um für frische und gesunde Luft zu sorgen. Ausgestattet mit einem leistungsfähigen Filtersystem sind Luftreiniger in der Lage die Geruchsmoleküle aufzuspalten und lästigen Rauch zu entfernen.

Welche Filter wirken gegen Rauch?

Luftreiniger besitzen in der Regel verschiedene Filtersysteme. Während die hochwirksamen HEPA-Filter vor allem Staubpartikel, Allergene und Bakterien aus der Luft holt, sorgt ein vorgeschalteter Aktivkohlefilter dafür, dass gröbere Partikel gefiltert und Gerüche neutralisiert werden. Um die Luft von Zigarettenrauch und Zigarrenqualm zu befreien, sollte daher unbedingt auf ein Gerät mit einem guten Aktivkohlefilter achten.

Viele Geräte verfügen zudem über einen Ionisator. Dieser generiert negativ geladene elektrische Teilchen, die dafür sorgen, dass sich auch kleinste Mikropartikel miteinander verbinden und sich absetzen. Durch diese Technik sollen auch Gerüche und Rauch gut entfernt werden. Allerdings ist das Prinzip der Ionisierung mittlerweile umstritten. Herstellerangaben zufolge soll ein Ionisator die Luft gesünder und frischer machen, aber Experten bewerten dies kritischer. Der Grund dafür liegt vor allem in der Tatsache, dass bei der Ionisation der Raumluft auch Ozon entsteht. Dieses Gas kann zwar viele geruchsbildende Moleküle spalten, birgt aber auch negative Folgen für die Gesundheit und kann zum Beispiel schon bei geringer Konzentration zu Irritationen der Atemwege führen. Die Deutsche Lungenstiftung warnt daher sogar davor, Ionisatoren zur Beseitigung von Zigarettenrauch und Nikotin zu benutzen. Wer den Ionisator nutzen möchte, um Keime abzutöten und Desinfektion durchzuführen, sollte das Gerät nur für kurze Zeit nutzen oder den Raum verlassen.

Luftreiniger mit Rauchstopfilter

Es gibt auch spezielle Geräte Smokestop- bzw. Rauchstopfilter, die speziell für Raucherzimmer entwickelt worden sind. Die Geräte gibt es in verschiedenen Größen, sodass sie für kleinere und größere Raucherzimmer stets das passende Modell finden.
Der SmokeStop™ Filter von Blueair ist zum Beispiel mit erhöhtem, aktiviertem Kohlenstoff ausgestattet, der nicht nur kleine Partikel, sondern auch gasartige Stoffe wie Zigaretten- und Zigarrenrauch und sogar VOCs (flüchtige organische Verbindungen), die aus Haushaltsfarben oder anderen Chemikalien stammen können, eliminiert. Dieser Rauchstopfilter kann bei den Blueair-Modellen auch mit einem normalen Partikelfilter ausgetauscht und so auf die entsprechenden Bedürfnisse angepasst werden.
Der Hersteller weist zudem darauf hin, dass beim Hinzufügen von aktiviertem Kohlenstoff der Luftstrom und CADR beeinflusst werden kann. Daher ist es möglich, dass Sie bei erstmaliger Anwendung dieses Filters einen geringen Geruch bemerken. Dieser zerstreut sich aber schnell.

Für selten genutzte Raucherzimmer sind Luftreiniger mit einem elektronischen Partikel- und Gassensor besonders praktisch. Diese schalten das Gerät bei Bedarf automatisch ein und sparen so viel Strom.

CADR als Orientierung für den Kauf eines Luftreinigers gegen Rauch?

Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit von Luftreinigern geben die CADR-Werte. CADR steht für Clean Air Delivery Rate und wird vor allem in den USA als Leistungszahl für Luftreiniger angegeben, um den Vergleich zwischen verschiedenen Modellen zu erleichtern. Neben Staub und Pollen ist auch Rauch eine wichtige Kennzahl für die Berechnung der Leistungszahl. Somit kann sie einen guten Anhaltspunkt liefern.
Allerdings werden bei dem Wert chemische Ausdünstungen wie flüchtige organische Verbindungen und Gerüche nicht berücksichtigt. Bei Luftreinigern, die mit einem entsprechenden Filtersystem zur Reduzierung von gasförmigen Stoffen ausgestattet sind, kann dies zum Problem führen. Denn der Luftdurchsatz fällt bei mehreren Filtern vergleichsweise geringer aus, obwohl die Reinigungsleistung besser ist. Da gerade der Luftdurchsatz einen großen Einfluss auf den CADR-Wert hat, sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Orientierung können die Werte eigentlich nur bei Geräten mit gleicher Filteranzahl geben.
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